Verschleißteile: Was geht am Auto am schnellsten kaputt?

Verschleißteile: Was geht am Auto am schnellsten kaputt?

Früher war alles besser? Nicht im Falle des eigenen KFZ. Noch vor 20 Jahren war es üblich, das Auto spätestens alle 20.000 Kilometer zur Inspektion in die Werkstatt zu bringen. Natürlich freuen sich heutige Autobesitzer, dass sich Serviceintervalle vergrößert haben, denn so spart man sich eine Menge Geld und Zeit. Grund dafür ist die bessere Qualität der Verschleißteile. Und dennoch, gibt es immer noch Teile, die häufiger betroffen sind, als andere. So ist beispielsweise die Bremsanlage am häufigsten Grund für einen Besuch in der Werkstatt. Gefolgt von defekten Teilen der Elektronik, die rund 7% aller Mängel an KFZ ausmachen. Anders als erwartet machen Rostschäden keinen großen Teil der Schäden mehr aus, lediglich 1% fallen auf ihn zurück. Im Folgenden finden sie die häufigsten Verschleißteile und alles weitere Wissenswerte.19

Welche Teile trifft es besonders häufig?

  • Die Auspuffanlage: Auspuffanlagen halten in der Regel fünf Jahre, ehe sie Probleme bereiten. Manche Modelle fallen aber schon nach zwei bis drei Jahren durch komische Geräusche aus der Auspuffanlage auf. Um die Dichtheit zu prüfen, drückt man einen Lappen auf die Auspufföffnung. Undichte Stellen machen durch pfeifende Geräusche auf sich aufmerksam.
  • Das Fahrwerk: Grundsätzlich werden den Stoßdämpfern eine Lebensdauer von 100.000 Kilometer zugeschrieben. Dies schwankt jedoch von Modell zu Modell. Querlenker von BMW verschleißen beispielsweise schneller als andere Modelle. Während der Probefahrt ist es ratsam, genau hinzuhören. Ein Poltern auf holprigen Straßen deutet auf verschlissene Lager hin.
  • Die Bremsen: Ein typisches Verschleißteil sind die Bremsscheiben und Bremsbeläge. Wie haltbar sie sind, hängt vom Temperament des Fahrers ab. Grob schätzt man auf eine Haltbarkeit von etwa 50.000 Kilometern. Bei unsachgemäßem Gebrauch reibt sich die Oberfläche der Bremsbeläge stärker ab und müssen dementsprechend früher erneuert werden.
  • Die Kupplung: Kupplungen werden mit einer Lebensdauer von 150.000 Kilometern angegeben, aber auch hier kommt es auf das Fahrverhalten des KFZ-Halters an. Ein Fahranfänger geht sicherlich gröber mit der Kupplung um, als ein erfahrener Fahrer. Treten malmende Geräusche auf oder rutscht die Kupplung, sollte ein Fachmann zurate gezogen werden.
  • Die Scheinwerfer: Hier kommt es ganz auf die Leuchtsysteme an. Xenonbrenner halten ganze 2000 Stunden Brennzeit, während eine H4-Leuchte nur auf 450 Stunden kommt. Die Höhenverstellung der Scheinwerfer geht gerne mal kaputt. Um dies zu testen fährt man zur Dämmerung vor eine Oberfläche und dreht an der Höhenverstellung. Wandert das Licht nach oben oder unten, funktioniert die Einstellung noch.
  • Der Motor: Ein gut gepflegter Motor hält problemlos über Hunderttausende von Kilometern. Ist die Drehzahl konstant und lässt sich das Getriebe einfach und problemlos schalten, ist alles in Ordnung.

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